Johannes Graf

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Hier also folgt meine kleine Geschichte.
Eigentlich war ich schon immer von alten Fahrzeugen fasziniert. Leider fehlte es aber immer entweder an der Einstellmöglichkeit oder am Geld. Nach meinen ersten Erfahrungen beim Instandhalten meines ersten Autos, einem Renault 4, und den Restaurationsversuchen am VW Käfer eines Freundes wusste ich dass ich unbedingt einen Oldtimer brauche, es aber auf keinen Fall ein Käfer sein sollte, da ich dann von den Fahreindrücken des Frisch restaurierten Käfers nur mäßig beeindruckt war. Der Zufall wollte es, dass ich in der Nähe von St.Pölten, unter einem Schlossturm einen Oldtimer erspähte, der eine mir sehr angenehme Form hatte und noch dazu ein Cabrio war. Umso erstaunter war ich als ich dann bemerkte, dass es sich um einen Skoda handelte. Nach längeren Verhandlungen und Pressediskussionen konnte ich dann das Auto kurz vor dem Verschrotten um 2000 ÖS erstehen.

Frisch ans Werk war die Devise und ” Ich glaub so in einem Jahr zur Hochzeit meiner Schwester ist er fertig” und ” Ich fahr` heute schnell nach Znaim und kauf die Ersatzteile ein” waren doch etwas zu voreilig ausgesprochene Sätze wie sich noch herausstellen sollte. In Znaim lächelte man nur verlegen als ich stolz meinen 4 sprachigen Ersatzteilkatalog herzeigte und auf die vermeindlich leicht zu bekommenden Ersatzteile deutete, und so war die Restaurierung auch nicht zu Hochzeit meiner Schwester im folgenden Jahr fertig sondern erst 2002.

 

Skoda S110 R 1974

Tja was ein echte Skoda Liebhaber ist, der sollte auch eines der viel verachteten und wie ich meine zu unrecht belächelten Heckmotor Modelle haben. Bei meinen häufigen Streifzügen in die Tschechische Republik ist mir immer schon der Skoda 110R aufgefallen, und als ich dann ein solches Modell bei Ebay entdeckt habe, war die Jagdsaison eröffnet. Nachdem ichmir die Absolution für dieses Auto von meiner Frau erteilen lassen habe, ging es ans Werk. Zuerst ein Anruf beim Besitzer wie denn der Zustand so sei und was gemacht werden müsse, dann ein Blick aufs Konto. Beides war erfreulich und mit viel Glück habe ich dann auch noch die Auktion gewonnen. Jetzt musste ich das Auto ” nur” mehr von Dresden nach Wien bringen. Also ab von Wien um 5 Uhr mit meinem Schwager und kaum 6 Stunden später konnte ich den Liebling schon in Besitz nehmen. Nur der Wechsel von Passat 102 Ps mit Klima Anlage Bj 2003 auf Skoda mit 51 Ps mit schwarzen Plastiksitzen Bj 1974 im Hochsommer war doch härter als gedacht. So dauerte die Rückreise dann auch nicht mehr 6 sondern 12 Stunden. Aber die Mühe hat sich gelohnt. Vom Vorbesitzer in bestem Zustand restauriert mit einer einmaligen Straßenlage ist es ein echtes Spaß-Auto.


110LS Bj. 1976

Wer einmal vom Fieber des Automobils gepackt wurde, dem fällt es meist nur schwer nicht dem Sammel wehrlos ausgesetzt zu sein. So dachte ich mir auch, dass ich mir einen 120 Rallye bauen muss. Nachdem ich mir den entsprechenden Rallyemotor inkl 5 Ganggetriebe, Kühler und dem passenden Armaturenbrett besorgt hatte fehlte mir noch eine Karosserie. Die bekam ich teilzerlegt und leider auch bis heute ohne Papiere. Also ich mich dann an die Restaurierung machte hatte ich wieder den üblichen Konflikt. Entweder originalgetreu oder Spaß. Letztendlich entschied ich mich doch für die Originaltreue da es vom 110 LS nur ca 40.000 Stück gab. Momentan warte ich auf die Lackierung um dann mit vollem Elan weiter zu restaurieren.


So jetzt habe ich das Auto lackiert zurückbekommen und alleine die Ankündigung, dass es bald fertig ist hat mir eine schlaflose Nacht beschert.
Tja ob das nun “normal” ist oder nicht will ich glaub ich nicht wirklich wissen.
Natürlich werde ich euch die Fotos nicht vorenthalten dann ich bin von der Arbeit wirklich begeistert.

 

Ich muss schon sagen es macht mir wirklich enormen Spaß die Autos zusammen zubauen. Dieses mal ist es eigentlich noch spannender, da ich den Skoda ja in Kisten gekauft habe und jetzt überlegen muss wie was gehört bzw. wo was ist und jedesmal wenn man die Kisten durchwühlt trifft man wieder auf neue Teile.

Nun musste der Motor dranglauben da sein optisches Erscheinungsbild nicht mehr so ganz zum Rest passt. Und endlich konnte ich aus dem Vollen schöpfen, da ich auch gleich die Kupplung tausche, musste ich nur auf den Dachboden gehen und konnte aus 4 verschiedenen Kupplungsscheiben und 2 Druckplatten wählen. Da ich ja schon bei meiner Felicia mit der 3 Fingerkupplung nicht so zufrieden bin, habe ich mich entschlossen gleich die Federtellerkupplung einzubauen. Auch die Kupplungsscheibe selbst ist modifiziert und hat jetzt Torsionsfedern und Rillen.

Tja Motorputzen kann ja auch ausarten. Man will ja dann auch gleich alle Dichtungen und Simmeringe tauschen. Was man als Skodafahrer aber wissen sollte ist, dass Skoda zu einstellen des vertikalen Kurbelwellenspiels na nennen wir es große Beilagscheiben verwendet, und wenn man dann ein bisschen herumwackelt kannst schon passieren, dass man dann die ganze Kurbelwelle ausbauen darf. In meinem Fall wars ein Glück da sich herausstellte dass ein Pleuellager kaputt war. So jetzt wäre dann bis auf die Zylinderkopfdichtung alles getauscht. Wenn der Motor dann trotzdem nicht will hätte ich da noch so ein 85 Ps Monster auf dem Dachboden, dass schon ganz wild drauf ist endlich eingebaut zu werden.

Mit jedem Auto dass man restauriert lernt man auch dazu.

  1. Wenn man den Motor neu abdichtet, und kein Freund von Dicht “Gatsch” ist, so wird man spätestens wenn ein kleinfingerdicker Ölstrahl austritt, schnell zum Verfechter von Chemie und Silikon.
  2. Wenn man sich neue Kotflügel zulegt, sollte man sich vor dem lackieren mit dem Anpassen der selbigen beschäftigen, sonst kann man nachher nur mehr unter Zornestränen ob seiner Blödheit Kompromisse eingehen.

    So kaum 1,5 Jahre später finde ich wieder Zeit dort weiter zu machen, wo ich vor dem Hausbau begonnen habe.
    Alle Schachteln wieder zusammengesucht und los gings. Spannend war natürlich der erste Start des Fahrzeugen anch geschätzten 15- 20 Jahren Stehzeit.

    Was soll ich sagen…..Benzin rein, Batterie rein, Zündkerzen eingeschraubt und